Übersicht: PressemitteilungenErstellt am: 15.10.2021

Bei der Behandlung von Markus Pawlowskis fortgeschrittener Darmkrebs-Erkrankung arbeiteten die Spezialisten des Nordwest-deutschen Bauchzentrums am UKM und die regionalen Behand-lungspartner eng zusammen.

Markus Pawlowski hat schon viel mitgemacht: Der 49 Jahre alte Familienvater litt bereits mehrere Jahre unter einer Colitis ulcerosa, einer chronischen Entzündung des Dickdarms, bevor bei ihm Anfang 2020 im Zuge der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen in seiner Heimat-stadt Hamm Enddarmkrebs diagnostiziert wurde. Schon wenige Monate nach der operativen Entfernung des Tumors kam die nächste Hiobsbotschaft: Es hatten sich mehrere Metastasen in der Leber gebildet. „Ich dachte, das war’s“, erinnert sich Pawlowski an seine erste Reaktion. „Aber danach habe ich mich direkt wieder zusammengerissen und mir gesagt: Du musst weiter-kämpfen!“ Dank der Behandlung im Nordwestdeutschen Bauchzentrum am UKM (Universitätsklinikum Münster) geht es ihm heute wieder gut.

„Die Therapie fortgeschrittener Krebserkrankungen ist häufig sehr komplex, daher ist es besonders wichtig, dass alle an der Behandlung beteiligten Ärzte der unterschiedlichen Fachbereiche sich unkompliziert und auf kurzen We-gen austauschen, um die verschiedenen Therapieoptionen zu diskutieren – und zwar sowohl innerhalb spezialisierter Zentren als auch mit den niederge-lassenen Kollegen aus der jeweiligen Region“, sagt Zentrumsleiter Prof. An-dreas Pascher, Direktor der Chirurgischen Klinik und Stellvertretender Di-rektor des WTZ (Westdeutsches Tumorzentrum) Münster am UKM. Im Nordwestdeutschen Bauchzentrum wird das gesamte Spektrum gut- und bösartiger Erkrankungen des Bauchraumes behandelt. „Für die optimale Versorgung der betroffenen Patienten ist ein gut funktionierendes Netzwerk entscheidend. Eine fortgeschrittene Krebserkrankung wie die von Herrn Pawlowski erfordert eine umfassende, multimodale Therapie und gehört da-her in sehr erfahrene Hände“, so Pascher weiter. Die insgesamt sieben Le-bermetastasen, die sich gebildet hatten, konnte der Chirurg mit seinem Team vollständig entfernen – größtenteils minimal-invasiv, also mit der so-genannten Schlüsselloch-Technik. Dabei kamen auch moderne roboterassis-tierte OP-Verfahren zum Einsatz. Bereits wenige Tage nach dem Eingriff hat-te sich Markus Pawlowski so gut erholt, dass er wieder nach Hause zu seiner Familie konnte. Die regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen kann er nun wieder bei seinem behandelnden Arzt in Hamm wahrnehmen.

„Der Informationsaustausch ist enorm wichtig“, betont Pawlowski. „Und zwar nicht nur zwischen den Medizinern, sondern auch zwischen den Be-troffenen“, möchte er Menschen Mut machen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Viele wüssten gar nicht, was heute alles möglich ist. „Ich bin dankbar, dass alles so gut gelaufen ist“, erzählt der 49-Jährige. „Ich habe mich während der Behandlung gut aufgehoben gefühlt und die Familie hat die ganze Zeit hinter mir gestanden. Das war eine anstrengende Zeit, aber es hat sich gelohnt!“
„Die Patienten haben dank der wissenschaftlichen und technischen Fort-schritte deutlich mehr Behandlungsoptionen. Zudem sind die neuen OP-Verfahren hochpräzise, sicher und besonders schonend“, sagt auch Andreas Pascher. „Die Vorteile sind weniger Komplikationen und postoperative Schmerzen sowie ein möglichst großer Funktionserhalt. Unser Ziel ist, die Heilungschancen zu verbessern und gleichzeitig auch die Lebensqualität der Patienten zu steigern.“

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