
4. Krebstag Westfalen
Information, Austausch und neue Perspektiven
Der 4. Krebstag Westfalen stieß erneut auf großes Interesse: Rund 300 Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen in der Krebsmedizin und unterstützende Angebote für den Alltag mit der Erkrankung zu informieren. Unter dem Motto „Wissen bewegt – Begegnung stärkt“ bot die Veranstaltung des WTZ (Westdeutsches Tumorzentrum) Netzwerks am 20. März 2026 im neuen Studienlabor auf dem UKM-Campus zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch zwischen Patientinnen und Patienten, Angehörigen und Fachleuten.
Informative Vorträge aus verschiedenen Bereichen der Krebsmedizin gaben verständliche Einblicke in Themen wie Bewegung und Sport bei Krebs, Onkologische Pflege, personalisierte Behandlungsstrategien und digitale Entwicklungen in der Onkologie. Ergänzt wurde das Programm durch zahlreiche Informations-, Mitmach- und Beratungsangebote sowie viele Gelegenheiten für persönliche Gespräche mit Expertinnen und Experten.
„Die große Resonanz zeigt, wie wichtig verständliche Informationen und der direkte Austausch für viele Betroffene sind“, sagt Prof. Philipp Lenz, Geschäftsführer des WTZ Münster. „Der Krebstag Westfalen bietet einen Rahmen, in dem medizinisches Wissen, persönliche Erfahrungen und praktische Unterstützung zusammenkommen.“
Auch zahlreiche Selbsthilfegruppen sowie der WTZ-Patientenbeirat waren vor Ort und standen für Gespräche und Fragen zur Verfügung. In einer Gesprächsrunde wurde zudem die Bedeutung der Patientenbeteiligung in der medizinischen Forschung thematisiert. „Die Zahl der teilnehmenden Selbsthilfegruppen und Organisationen hat sich in diesem Jahr nahezu verdoppelt. Dadurch konnten noch mehr Betroffene von den Gesprächen auf Augenhöhe profitieren als je zuvor“, sagt Julia Beusing-Markmann, Koordinatorin für Patientenbeteiligung und Selbsthilfe im WTZ Münster. „Gleichzeitig stärkt dies die Vernetzung und Zusammenarbeit der Behandelnden und der Forschenden mit den Selbsthilfegruppen – das bereichert die Arbeit und das Miteinander auf allen Ebenen.“
Der Krebstag Westfalen zeigte damit erneut, wie wichtig es ist, Betroffene, Angehörige, Selbsthilfe und Fachleute zusammenzubringen, um Wissen zu teilen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam neue Perspektiven für die Versorgung zu entwickeln.


