
8. Krebstag Ruhr 2026
Ein Tag für Information, Austausch und Selbstwirksamkeit
Am Samstag, 17. Januar 2026, versammelten sich rund 400 Teilnehmende aus der Region Ruhrgebiet im Lehr- und Lernzentrum am Campus der Universitätsmedizin Essen (UME) sowie digital über Zoom zum 8. Krebstag Ruhr. Inhaltlich gestaltet wurde die Veranstaltung vom WTZ-Patientenbeirat, organisiert und begleitet wurde sie von der WTZ-Geschäftsstelle. Die Moderation übernahm das Team der WTZ-Patientenbeteiligung.
„Ein Patiententag wie dieser ist für alle Beteiligten wichtig – für Betroffene, Angehörige und für die Universitätsmedizin Essen selbst. Er bietet Gelegenheit, Wissen zu teilen, Fragen zu stellen und gemeinsam Neues zu entdecken. Wir kommen alle dadurch näher zusammen“, betont Prof. Dr. Angelika Eggert, Ärztliche Direktorin der UME, in ihrer Begrüßung.
Die Veranstaltung wächst von Jahr zu Jahr und bringt zunehmend Teams aus dem WTZ-Netzwerk zusammen. Auch in diesem Jahr war die Vielfalt der Themen beeindruckend: Zahlreiche Workshops, verschiedene Keynotes und vertiefende Diskussionsformate boten ein breites Spektrum an aktuellen Entwicklungen in der Krebsforschung und Patientenversorgung. Über die klassischen Krebserkrankungen hinaus gab es spannende Sessions zu Patientenverfügung & Palliativversorgung, personalisierter Onkologie, Familie & Zugehörigen, Wund und Stoma-Management, Arzt-Patienten‑-Kommunikation, krebsbedingter Fatigue und Patientenbeteiligung, die wertvolle Einblicke für den Alltag und die Lebensqualität boten.
Die Grußworte hielten Gerd Nettekoven, Vorstand der Deutschen Krebshilfe, sowie Peter Renzel, Sozialdezernent der Stadt Essen. Beide betonten die wichtige Bedeutung des Krebstags als Ort der Begegnung, Information und Vernetzung.
Die Keynotes beleuchteten neueste wissenschaftliche Fortschritte: Prof. Dr. Christian Reinhardt nahm das Publikum mit auf eine Reise durch das Immunsystem und seine Rolle in der Krebsbekämpfung, während Prof. Dr. Beate Timmermann und Prof. Dr. Felix Nensa zeigten, wie künstliche Intelligenz in der Strahlentherapie heute schon präzisere Diagnostik und Therapien ermöglicht – beides bot den Besucher*innen spannende Einblicke. Ergänzt wurden diese von zahlreichen Workshops, die von Brustkrebs über Prostatakrebs bis hin zu Lungenkrebs und Hirntumoren viele Krebserkrankungen abdeckten und darüber hinaus Sessions zu allgemeinen Themen wie Patientenbeteiligung, Psychoonkologie, Bewegung & Ernährung, Wund- und Stoma-Management und Familie & Zugehörige boten.
Abschließend fand ein Talk mit Prof. Dr. Dr. Alpaslan Tasdogan, Leiter des Instituts für Tumor-Metabolismus, PD Dr. Miriam Götte, Leiterin der Sport- und Bewegungstherapie an der Universitätsmedizin Essen, und Kristina Hardt, Leiterin des Peer-Mentoring-Projekts OncoPartner im WTZ, statt, der den Fokus auf Selbstwirksamkeit, Aufräumen von Mythen, die Wichtigkeit von Selbsthilfe und Austausch, sowie Sport und Ernährung bei Krebs legte. Teilnehmende hatten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und praktische Tipps für den Alltag mitzunehmen.
„Dieses Jahr gab es 17 parallele Workshops, zwei Keynotes und vertiefende Diskussionsformate – ein großartiger Austausch für alle Teilnehmenden. Wir sind dankbar für die erneute Förderung des Tages durch die Deutsche Krebshilfe, die dies all erst in dem Umfang möglich macht“, fasste Katharina Kaminski, Teamleitung der WTZ-Patientenbeteiligung, zusammen.
Neben den Workshops und Keynotes waren zahlreiche Selbsthilfegruppen vertreten, die den Krebstag Ruhr mit ihrer Präsenz an eigenen Infoständen und ihrer Patientenexpertise enorm bereicherten. Die Besucher*innen konnten sich zudem bei den vielfältigen Unterstützungsangeboten der UME Informationen im direkten Kontakt einholen und aktiv teilnehmen – im Selbsthilfe-Café, bei praxisnahen Aktionsangeboten wie dem partiellen Hautkrebsscreening, Schnupper-Sport- und Bewegungseinheiten, Achtsamkeits-Impulsen und auch Vorträgen zu Physiotherapie und psychoonkologischer Begleitung. So konnten Betroffene und Zugehörige direkt praktische Hilfestellungen für ihren Alltag erfahren.
Der 8. Krebstag Ruhr 2026 zeigte einmal mehr, wie Patient*innen, Angehörige, Selbsthilfegruppen, Forschende, die Beratungsangebote der UME, Pflege und Behandelnde zusammenkommen, um Wissen auszutauschen, zu vernetzen und gemeinsam Perspektiven für eine bessere Krebsversorgung zu entwickeln.
Der 9. Krebstag Ruhr wird am 16. Januar 2027 stattfinden.
Copyright: Hans Fuchs und André Zelck





















































